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The same procedure as last year - nicht ganz!

Traditionell findet am langen Fronleichnams-Wochenende die Multiplikatorenschulung der Wanderjugend NRW "auf dem Meer" statt. Natürlich auch in diesem Jahr.

So traffen sich 17 Multiplikator_innen Mitte Juni im niederländischen Enkhuizen, um mit der Tjalk Res Nova vier Tage auf dem Ijsselmeer zu verbringen und Gruppenfeeling pur zu erleben.
Als Highlight war in diesem Jahr im Watt "trocken fallen" geplant. Leider konnte dieser Wunsch nicht erfüllt werden, da die Ebbe und Flutzeiten mit dem starken Hoch- und sehr niedrigem Niedrigwasser kollidierten und ohne ausreichend Proviant wollte die Gruppe nicht auf einer Sandbank festsitzen!
Deshalb ging es am ersten Tag segelnd nach Texel, um zu schauen ob das Trockenfallen nicht doch noch möglich ist. Pflicht auf Texel ist es natürlich Kibbeling zu essen und so wurde der Abend genutzt um sich näher kennenzulernen und sich auszutauschen.
Der Freitag, der recht stürmisch war, wurde fürs Segeln genutzt. Dank des starken Windes konnte sich die Tjalk so richtig in Fahrt setzen und die Frühstücks-Crew zeigen, ob alles unter Deck seefest gemacht wurde.
Auf dem Deck wurden alle Hände zum Setzen der Segel, für die Wenden und das Kreuzen gebraucht. Dabei war auch festhalten angesagt und jeder bekam eine ordentliche Portion Nordsee-Wasser ab.

Da das Trockenfallen wirklich nicht umsetzbar war, musste Plan B umgesetzt werden. Da viele Ijsselmeer-Städtchen von der Gruppe noch entdeckt werden müssen, legte die Res Nova im kleinen Hafen von Workum an. Und Plan B kam ins Spiel, denn da die Res Nova noch gerade so auf den Kanäle segeln darf (25 Meter Länge ist erlaubt, die Res Nova ist 24 Meter lang!) musste dies natürlich ausprobiert werden. Mit Motorantrieb glitt die Tjalk deshalb am dritten Tag des Törns durch Workum. So bekamen die Teilnehmer_innen eine Stadtführung vom Wasser aus. Skipper der kleineren Yachten machten große Augen, als ihnen die Tjalk auf dem doch recht kleinen Kanal, der durch Workum führt, entgegen kam. Einen großen Teil der Strecke durch die Kanäle legte das Segelschiff jedoch mit gesetzten Segeln zurück und erreichte gegen Abend Stavoren am Ijsselmeer. Die abenteuerliche Fahrt und der letzte Abend an Bord der Res Nova musste mit einem Grillabend gefeiert werden. Am Sonntagmorgen wurden die letzten Stunden bis zum Verlassen der Tjalk noch zum Segeln genutzt bevor gegen Mittag die Res Nova im Hafen von Enkhuizen von einem der Teilnehmer angelegt wurde. Es endeten damit vier schöne Tage und die Teilnehmer_innen traten die Heimreise an - mit dem Wissen, dass auch 2018 wieder die Multiplikorenschulung auf der Res Nova stattfinden wird.